Kita-Reform

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Mit der neuen Kita-Reform hat ab 01.August 2013 jedes Kind unter 3 Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Doch schon jetzt steht fest, dass dieses Ziel nicht zu erreichen ist. Wenn überhaupt dann nur auf Kosten unserer Kinder. Schon jetzt gibt es zu wenig Kitas (also zu wenig Platz) und zu wenig ausgebildete Erzieher, genauso wie zu wenige Tagesmütter. Dieses Problem ist schon seit Jahren bekannt und erst jetzt, so gesehen in der letzten Minute, wird etwas dagegen unternommen. Doch bis nächstes Jahr wird es nicht genug Erzieherinnen und Erzieher geben!

Das Kinderförderungsgesetz, worauf die Kita-Reform begründet ist, soll eigentlich wie der Name schon sagt fördern. Aber eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Da es einen Rechtsanspruch ab nächstes Jahr gibt, werden die Gruppen in den Kindertageseinrichtungen einfach „aufgefüllt“. Dafür sind so genannte „Korridore“ vorgesehen, das heißt anstatt normal 20, sind nun 23-25 Kinder in einer Gruppe beim gleichen Personalschlüssel (2 Erzieher). Hier dürfen sie nicht vergessen, dass die Erzieherinnen auch mal krank sind, Urlaub haben oder eine Fortbildung besuchen, das heißt, dass eine Erzieherin oft alleine in der Gruppe ist. Dazu kommt, dass die Kinder immer jünger werden. Dies ist mit zusätzlichen Aufgaben verbunden. Das fängt beim Wickeln an, geht über die Mittagsruhe (also das Schlafen), beim Mittagessen füttern und beim Anziehen helfen, teilweise da die Kleinen noch nicht laufen können auch noch das herumtragen. Wie soll das zu schaffen sein bei einer guten pädagogischen Arbeit?

Die Qualität der pädagogischen Arbeit bleibt hier eindeutig auf der Strecke. Es geht einzig und allein darum, möglichst vielen Eltern einen Platz für ihr Kind anzubieten, da sie sonst klagen können und dies würde sehr teuer werden. Die Kita wäre dann nur noch ein „Aufbewahrungsort“ und keine pädagogische Einrichtung mehr. Denn gute pädagogische Arbeit erfordert Zeit, Geduld und gut geschultes Personal.